Hannah Strothmann und Hans Christian Ziebertz > Kunstraum für Ryoji Ikeda am Faulen See in Berlin
Foto Fauler See

Zunächst klang die Aufgabe unmöglich. Das Kunstwerk "The Transfinite", eine riesige technische Installation, an den kleinen, idyllischen Tümpel mit dem Namen Fauler See in Berlin zu bringen. Ungeachtet der Unmöglichkeit, in einem geschützten Reservat überhaupt baulich etwas vorzusehen, setzte unser Vorschlag auf den Gegensatz, die Irritation und den Bruch. Indem er diese architektonisch noch artikuliert, versucht er zu vermitteln und beide Orte in ihrer gegensätzlichen Qualität hervorzuheben. Die Arbeit entstand im Rahmen einer Aufgabenstellung des Studio Sobejano in unserem ersten Studienjahr 2013/2014 und die Bearbeitungszeit betrug sechs Wochen.

ModellfotoSchritt 1: Man stösst im Wald, versteckt in den Bäumen im Vorbeigehen auf etwas, das man zunächst nicht genau einordnen kann.
ModellfotoSchritt 2: Entschliesst man sich, vom Weg ab und zu dem Ojekt hinzugehen, stellt man seine Größe fest, die vorher in Relation zu den Bäumen klein, aus der Nähe aber groß erscheint. Es ist in einem hermetischen schwarz, das jedes Licht verschluckt.
ModellfotoSchritt 4: Um hineingehen zu können, muss man zunächst einen deutlichen Absatz herunter, vom Waldboden auf den Waldboden.
ModellfotoSchritt 5: Es geht wieder einen Schritt hinauf. Man stellt fest, dass das Objekt aufgeständert ist und sieht durch den Spalt möglicherweise Reflexionen des Wassers auf der anderen Seite.
Schritt 6: Geht man in das Schwarz hinein, erwartet einen eine andere Welt.
ModellfotoSchritt 7: Geht man wieder hinaus, findet man auf der anderen Seite eine Terrasse über dem See aus Sicherheitsglas. Waldboden, das Kunstwerk, der See. Der körperliche Eindruck von Ryoji Ikedas Installation wird durch die Bewusstmachung des Bodens unter den Füßen verstärkt.
Foto SeeSchritt 8: Es erwartet einen die Ruhe des Faulen Sees.
GrundrissGrundriss
SchnittSchnitt
LageplanLageplan
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